Geschichte des Nahostkonflikts
Dienstag, 10. März 2009, 18 Uhr
Sicherlich zählt der Nahost-Konflikt zu den kompliziertesten Konflikten überhaupt. Umso wichtiger ist es darum sich mit den historischen Aspekten zu beschäftigen, um Klarheit darüber bekommen zu können, dass sich Israel seit seiner Gründung 1948 im pausenlosen Krieg mit seinen arabischen Nachbarn- die von einem eliminatorischen Antizionismus getrieben sind- befindet.
Vortrag und Diskussion
Zum ideologischen Moment des Konfliktes: Der Islamische Antisemitismus
Dienstag, 17. März 2009, 18 Uhr
Im Zentrum des modernen Djihadismus steht der islamische Antisemitismus. Seine historischen Wurzeln ziehen sich bis in die Frühzeit des Islam, die Auseinandersetzung des Propheten Mohammeds mit den jüdischen Stämmen in Yathrib gelten gemeinhin als Paradigma für die „besiegten“ und „geschlagenen“ Juden. Deshalb war durchgehend im islamischen Mittelalter das Bild vom Juden geprägt durch Verachtung der Unterlegenen, während hingegen im christlichen Antijudaismus die Gottesmordlegende im Zentrum der Vorwürfe steht, dass eine andere Qualität der Judenfeindschaft hervorbringt. Die Machtzuschreibung und die daraus resultierende Konstruktion jüdischer Verschwörung.
Doch mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts und dem Einzug der Moderne in die islamische Welt zerbröckeln die althergebrachten Stammesgesellschaften durch Urbanisierung. Und in dieser Zeit wandelt sich und ergänzt sich das traditionelle Bild vom Juden im islamischen Herrschaftsbereich. Übersetzungen antisemitischer Schriften, der Import des europäischen Antisemitismus und die zeitgleiche Entstehung des Nationalsozialismus und der Muslimbruderschaft stoßen auf eine Massenbasis im Zuge reaktionärer Antworten auf die krisenhafte Moderne. Die offene Zusammenarbeit des Mufti von Jerusalem mit den Nationalsozialisten zeugt von elementaren Übereinstimmungen. Ein Fanal, dass bis heute seine Wirkungen – ob nun in Form des migrantischen Antisemitismus, der Vernichtungsdrohungen gegenüber Israel – aufzeigt.
Multimedialer Vortrag und Diskussion
Beide Veranstaltungen finden im Jugendzentrum Neunkirchen, Karl-Schneider-Straße 18, 66538 Neunkirchen statt.


